Episode 51: Heilpädagogik/Inclusion Studies
Shownotes
00:01:39 – Worum geht es in Heilpädagogik und Inclusion Studies? Was bedeutet Inklusion? Welche gesellschaftlichen Gruppen stehen im Fokus und wie können Teilhabechancen verbessert werden?
00:03:57 – Warum Heilpädagogik studieren? Studentin Anna berichtet, wie ihre Ausbildung zur Ergotherapeutin sie zum Studium geführt hat und warum sie gesellschaftliche Strukturen besser verstehen wollte.
00:04:54 – Studium statt Ausbildung: Der wissenschaftliche Blick Warum das Studium über die praktische Arbeit hinausgeht und gesellschaftliche Ursachen statt nur Symptome betrachtet.
00:06:21 – Aufbau des Studiums Ein Überblick über die Inhalte der ersten Semester – von wissenschaftlichem Arbeiten über rechtliche Grundlagen bis hin zu Heil- und Inklusionspädagogik.
00:07:53 – Perspektiven hinterfragen und neu denken Die Studierenden lernen, gesellschaftliche Strukturen kritisch zu hinterfragen und eigene Sichtweisen weiterzuentwickeln.
00:08:28 – Lernen im Austausch Seminare, Diskussionen und der Austausch mit Studierenden unterschiedlicher Hintergründe prägen das Studium. Der Studiengang bietet Freiräume für Selbststudium und persönliche Interessensgebiete.
00:10:23 – Mitgestaltung ausdrücklich erwünscht Studierende bringen eigene Ideen ein, gestalten Lehrveranstaltungen mit und sammeln praktische Erfahrungen, beispielsweise in naturpädagogischen Projekten.
00:12:30 – Unterstützung im Studium Kleine Studiengruppen und persönliche Betreuung erleichtern den Studienstart und helfen unter anderem bei der Suche nach Praxisstellen.
00:14:08 – Das erste große Praxissemester Im dritten Semester analysieren die Studierenden im Blockpraktikum Lebenssituationen und Teilhabebedingungen von Menschen.
00:16:23 – Von der Analyse zur Intervention Im vierten und fünften Semester entwickeln die Studierenden konkrete Handlungsmöglichkeiten und setzen diese im Interventionspraktikum praktisch um.
00:18:35 – Eigene Schwerpunkte finden Das Studium ermöglicht es, unterschiedliche Arbeitsfelder kennenzulernen und individuelle Interessen für die spätere Berufspraxis zu entwickeln.
00:20:45 – Warum der Fokus nicht auf Diagnosen liegt Im Mittelpunkt stehen Menschen und ihre Lebenssituationen – nicht Krankheitsbilder oder Defizite.
00:23:10 – Das letzte Studienjahr und die Bachelorarbeit Wie Theorie, Praxis und wissenschaftliches Arbeiten im Abschlusssemester zusammengeführt werden.
00:27:47 – Studieren und Leben in Görlitz Die Gäste berichten über den Campus, die persönliche Atmosphäre, das studentische Miteinander und warum Görlitz ideale Bedingungen für ein konzentriertes Studium bietet.
Mehr zum Studiengang Heilpädagogk/Inclusion Studies erfährst du auf der Studiengangswebsite.
Transkript anzeigen
00:00:04: Studieren im Herzen Europas.
00:00:06: Wo das geht?
00:00:07: Na, bei uns an der Hochschule Zetaugirlitz!
00:00:09: In unserem Podcast
00:00:10: informieren wir dich über unser Studienangebot.
00:00:13: Dafür haben wir uns
00:00:14: Studierende, Alumni- und Lerende eingeladen.
00:00:17: Komm mit auf die Reise
00:00:18: durch den Studiengangsstunge und lass dich inspirieren.
00:00:21: Schön dass du eingeschalten hast.
00:00:25: Schön ich freue mich, dass wir heute zusammensitzen um über einen ganz tollen Studiengang zu sprechen nämlich Heilpädagogik Inclusion Studies Und ich würde mich freuen, wenn ihr zwei euch erst mal vorstellt.
00:00:39: Genau!
00:00:39: Wenn ich beginne... Ich bin Anne Goldbach.
00:00:41: Ich bin seit jetzt einem Jahr ungefähr hier an der Hochschule Zittau Görlitz im Studiengang Heilpädagogik und Inclusion Studies.
00:00:49: Genauer macht das als Vertretungsprofessor mit einer halben Stelle und bin gleichzeitig noch an der Universität Leipzig als wissenschaftliche Mitarbeiterin.
00:00:56: Dort bin ich in der Lehrerinbildung tätig für's Lehramt Sonderpädagogik Ja, und also ich finde es total spannend quasi jetzt hier zu sein so ein bisschen breiteres Feld von Aufgabenbereichen Lebensbereichen zu haben.
00:01:10: Und abseits von Schule quasi Studierende auch vorzubereiten auf ganz vielfältige ja Aufgaben Bereiche.
00:01:18: Ja schön!
00:01:19: Ich bin Anna und ich studiere halberer Google jetzt im vierten Semester Und ich freue mich, heute ein bisschen darüber erzählen zu können.
00:01:27: Ja, ich werde dich gleich noch mal dazu löchern wie es dazu kamen, dass du hier bei uns studierst.
00:01:33: Wir haben quasi Anna und Anne heute hier.
00:01:37: Liebe Anne!
00:01:38: Der Studiengang heißt wie gesagt Heilpädagogik Inclusion Studies.
00:01:41: Was steckt denn da eigentlich dahinter?
00:01:43: Was kann man sich darunter vorstellen?
00:01:46: Dahinter kann man sich sehr, sehr viel verschiedenes vorstellen.
00:01:48: Unter Inclusion Studies allein kann man sicher schon sehr viel verschiedene vorstellen.
00:01:52: Ich glaube ich würde es so beschreiben Es geht in dem Studiengang ganz viel darum In den Blick zu nehmen wo sind so soziale Benachteiligungen?
00:02:00: Wo sind so gesellschaftliche Gruppen die vielleicht von der Gesellschaft wenig gehört wenig gesehen werden oder deren Stimme vielleicht auch einfach nicht so ernst genommen wird in unsere Gesellschaft.
00:02:09: also der Blick auf Personenkreise die weniger vorkommen im gesellschaftlichen Diskurs.
00:02:16: Und wenn wir eine Heilpädagogik denken, dann geht es natürlich auch sehr viel um den Personenkreis von Menschen mit Behinderung.
00:02:22: Ich würde sagen das ist schon so der Personenkreis, der im Zentrum dieses Studiums steht.
00:02:27: Wenn gleich wir auf andere benachteiligte Gruppen schauen weil man auch von denen viel lernen kann.
00:02:35: Auch da gibt es ja Erfahrungen, die diese Menschen machen, die letztlich auch für Menschen mit Behinderung relevant sind und diese gesellschaftlichen Unterdrückungsstrukturen zum Tragen bringen.
00:02:46: Genau, im Zentrum geht es quasi hauptsächlich um die Personen mit Behinderung und das wie sie in ihrem Leben benachteiligt werden.
00:02:54: Oft durch gesellschaftliche Strukturen, durch Einstellungen... Und wir schauen ein bisschen darauf, wie sind denn die Teilhabebedingungen der Person?
00:03:02: Wie kann man
00:03:03: optimieren oder an welchen Stellschrauben müsste man drehen?
00:03:07: Da sind wir bei dem Wort Inklusion.
00:03:10: Richtig!
00:03:11: Die Idee ist von Heilpädagogik, die Möglichkeit zu schaffen dass Leute in Gesellschaft ganz normal teilhaben können.
00:03:17: Dafür steht letztlich so ein bisschen der Studiengang, die Studierenden dafür zu sensibilisieren aber ihnen auch die Handwerkszeug an die Hand zu geben um dafür beizutragen dass Personen irgendwie mehr Teilhabechancen haben.
00:03:30: Ja
00:03:30: also du hast gerade schon gesagt das man da sensibilisiert.
00:03:34: aber ich habe immer das Gefühl auch wenn ich unsere Studies im Studiengang erlebe das ist was.
00:03:38: dafür ist man gemacht oder Bei vielen ist das so.
00:03:43: Viele kommen auch aus einem Familienkontext, wo das ein Thema war ... Die haben das in sich gespürt.
00:03:52: Genau das soll's sein und meine Richtung.
00:03:56: Anna würde mich interessieren, wie bist du zu diesem Studiengang gekommen?
00:04:00: Ich hab vorher eine Ausbildung gemacht als Ergotherapeutin und hab da schon gemerkt, dass ich mich so sehr dafür interessiere mit Menschen mit einer Behinderung zusammenzuarbeiten.
00:04:12: Und mich aber auch so ganz doll die Strukturen dahinter interessiert haben.
00:04:15: und warum sind Menschen ausgegrenzt?
00:04:17: Warum können Menschen nicht ein Teil der Gesellschaft sein?
00:04:21: Weil ich auch gemerkt habe viele Praxisanrichtungen in die ich gegangen bin.
00:04:24: Da sind Menschen explodiert.
00:04:26: also einen Wohnheim für Menschen mit Behinderungen das ist weit entfernt vom Stadtzentrum es ist irgendwie ausgegrenzend.
00:04:33: In sich einfach, aber trotzdem von dem Gesamten.
00:04:38: Von einem großen Ganzen irgendwie.
00:04:39: Genau genau und habe da irgendwie gemerkt dass mir das zu wenig in der Ausbildung ist und dass ich da einfach gerne mehr dahinter steigen möchte warum es so ist und was man vielleicht auch dagegen machen kann und hab mich deswegen dazu entschieden Heilpädagogik zu studieren.
00:04:54: Das ist eigentlich auch schon ganz schön gesagt, was den Unterschied zu einem Studium im Vergleich mit einer Ausbildung in dem Bereich ausmacht.
00:05:03: Dass man einfach viel tiefer geht.
00:05:04: und ganz oft ist es ja so dass wenn man irgendwie von der Herausforderung im Leben steht das es nicht reicht die Symptome anzupacken sondern eigentlich muss man gucken wo liegt die Ursache?
00:05:17: Und dann kann man viel besser was bewirken sozusagen und ich glaube darum geht's irgendwie auch wenn man sich das dann wissenschaftlichen Studium ist, was wissenschaftlich ist.
00:05:27: Wenn man sich da anschaut, dass man da etwas bewegen kann.
00:05:33: Ich glaube auch tatsächlich, dass die Chance eines Studiums rauszukommen aus den Praxiserfahrungen.
00:05:40: Viele haben schon Praxis-Erfahrung vielleicht eine Ausbildung vorher gemacht und trotzdem merkt man ... Meines Erachtens schon, also ich habe auch die Leute, die im ersten Semester sind und am zweiten Semester studieren.
00:05:51: Merkt man relativ schnell dass sich auch wirklich was verändert an der Perspektive auf die Dinge.
00:05:56: Und das ist die Möglichkeit eines Studiums sich sozusagen mal losgelöst von den täglichen Praxiserfahrungen einfach damit zu beschäftigen.
00:06:03: wie kann ich denn mal genauer hingucken?
00:06:04: Was sind vielleicht die Gründe warum es eigentlich
00:06:08: ja?
00:06:08: Und was kann man sich denn jetzt so, wenn wir mal auf den Ablauf des Studiums und die Inhalte konkret schauen?
00:06:15: Was kann man es sich dann da so genau vorstellen.
00:06:17: Also ich bin dann... also was mache ich in der Vorlesung sozusagen weil an sich ist das ja klar.
00:06:23: Theorie gehört auch dazu.
00:06:25: Wir haben es gerade schon gesagt, man geht da irgendwie rein.
00:06:26: Was sind die Gründe dafür?
00:06:28: aber auch Praxis spielt eine große Rolle.
00:06:31: Wie ist das aufgebaut?
00:06:33: Genau das.
00:06:33: Ich würde zeigen dass Studium Nicht helftig aufgeteilt, aber es hat große Praxisanteile.
00:06:39: Man steigt allerdings ein eher mit so theoretischen Inhalten.
00:06:42: also das erste Semester beginnt letztlich mit zwei verschiedenen Modulen wo es am Anfang auch so ein Stück weit darum geht zu lernen wie studiere ich denn?
00:06:50: Also da gibt's verschiedene Lehrveranstaltungen in denen man die Grundlagen des Studierens kennenlernt eine Vorlesung und ein Seminar.
00:06:57: Das finde Tatsächlich auch ganz schön, dass es jetzt eine gerade Neuerung im Studiengang gibt.
00:07:02: Dass das tatsächlich auch übergreifend mit anderen Studiengängen passiert.
00:07:06: also da sitzt man eben zusammen mit Studierenden der sozialen Arbeit der Kindheitspädagogik und kann sich da irgendwie gut miteinander austauschen.
00:07:13: Das ist ja meines Erachtens sowieso was die Hochschule Zittau-Göllitz ausmacht, dass viele Professionen an einem Ort sind.
00:07:20: Genau, also darum geht es im ersten Semester.
00:07:22: Es wird aber auch darum gehen sich ein bisschen Einblick zu bekommen in Rechtsgebiete.
00:07:26: Also was sind so rechtliche Aspekte?
00:07:28: Ja stimmt!
00:07:28: In welchem rechtlichen Rahmen bewegt man sich?
00:07:31: Was ist überhaupt möglich?
00:07:32: Genau und natürlich auch so ganz Grundlagen von Pädagogik grundlang, von inklusiver Pädagogik, von Heilpädagogic, also im Sinne einer Vorlesung dass man erstmal eintaucht.
00:07:43: Also, worum geht's eigentlich thematisch auch ein Stück weit mehr in der Breite?
00:07:47: Vielleicht sind das auch Dinge die man vorher gar nicht so erwartet hat.
00:07:50: Dass man sich damit auseinandersetzt.
00:07:53: Woran du dich im ersten Semester noch erinnerst?
00:07:56: Ich weiß
00:07:57: auf jeden Fall noch dass wir am Anfang ganz doll dazu angeregt wurden Sachen zu hinterfragen, die gegeben sind also Begrifflichkeiten oder ja warum sind Sachen ebenso wie sie sind und warum akzeptieren wir das so?
00:08:11: Und da
00:08:11: wollen wir
00:08:12: das akzeptieren?
00:08:13: Oder wollen wir es einfach so hinnehmen?
00:08:15: oder ist es was, wo man vielleicht irgendwie etwas ändern wollte.
00:08:18: Das ist mir sehr deutlich aufgefallen vor allem im Vergleich zur Schule dass das wirklich sehr angeregt wurde.
00:08:23: Da kriegt man tatsächlich viel auf dem Tablett serviert und das nimmt man dann so hin.
00:08:27: Ja das ist cool ja.
00:08:28: Das Studium ist schon generell auch sehr... also sehr auf Austausch ausgelegt.
00:08:34: Es gibt schon auch Vorlesungen, aber der Großteil sind Seminare wo man tatsächlich miteinander diskutiert.
00:08:39: Das Gefühl habe ich eben auch immer wieder und was ich somit bekommen hab das ist gerade in den Sozialwissenschaften ganz stark ausgeprägt.
00:08:46: du hast es grad schon mal angesprochen oder du sagtest doch erst nur du hast vorhin eine Ausbildung gemacht Ganz viele kommen mit einem unterschiedlichen Background hierher.
00:08:54: Manche haben die Ausbildung gemacht andere vom ABI oder FSJ oder wie auch immer dass man so untereinander profitieren kann und dieser Austausch, man kriegt ganz andere Blickwinkel mit.
00:09:05: Dadurch habe ich das Gefühl, dadurch wächst man so.
00:09:08: Das Gefühl gerade in diesem Studiengang, man lernt zu viel für sich selber.
00:09:11: Man geht mit ganz anderen Augen und einem anderen Bewusstsein für Menschen, für seine Umgebung und eben die Gegebenheiten durchs Leben.
00:09:19: Und das finde ich eigentlich echt superattraktiv muss ich sagen!
00:09:24: Du hast es erst gerade schon mal gesagt, Görlitz ist Studienstandort.
00:09:27: Das ist ein Standort wo man das tatsächlich kann.
00:09:30: also das Leben ist hier nicht so schnell wie es vielleicht in der Großstadt ist an jeder Ecke irgendwie passiert irgendwie was man kann ja auch immer in die Ferne gucken einfach das macht er schon irgendwie auch ganz viel mit ihm und man hat wirklich einfach die Zeit sich auch mit diesen Dingen und mit diesen Fragen auseinander zu setzen.
00:09:48: Zeit ist vielleicht, das ist schon meines Erachtens auch was für den Studiengang vielleicht besonders ist.
00:09:53: Weil der tatsächlich gar nicht so so dicht ist mit so vielen Lehrveranstaltungen.
00:09:59: wenn man sich überwindet und ja dann hat man glaube ich auch viel Zeit sich selbst mit Dingen zu beschäftigen die ein irgendwie ansprechen und die man spannend findet Also das Thema Selbststudium und da einfach den Interessen oder den Schwerpunkten nachzugehen, die man selbst irgendwie wichtig findet.
00:10:16: Ich glaube dafür bietet der Studiengang auch tatsächlich genügend Raum, glaub
00:10:20: ich.
00:10:20: Ja, genau das würde ich jetzt mal rüber spielen in die Frage.
00:10:23: Wie empfindest du das?
00:10:23: Wie sieht es insgesamt so aus mit der studentischen Mitbestimmung?
00:10:30: sagen ja auch wir bekommen das immer wieder so mit, dass unsere Studis gut die Möglichkeit haben sich einzubringen.
00:10:35: Mit den Dingen, die sie beschäftigen oder wenn man irgendwas ausprobieren will oder wie auch immer... Wie erfährst du das hier?
00:10:43: Wie läuft es da ab im Studio?
00:10:44: Das ist ganz doll gegeben.
00:10:46: also an verschiedenen Punkten haben wir immer die Möglichkeit gehabt eigene Themen reinzubringen irgendwie anzusprechen was uns beschäftigt.
00:10:56: an verschiedenen Stellen gab es da Möglichkeiten, uns auch auszuprobieren.
00:11:00: Wir sind auch viel rausgegangen und haben draußen Sachen ausprobiert.
00:11:03: Kannst du den Beispiel nennen?
00:11:05: Ja letztens ich war leider selber nicht mit dabei aber mein Matrickel hat einen Ausflug nach draußen in Stadtpark gemacht und dann wurden so ein bisschen naturpädagogische Sachen einfach gemacht.
00:11:15: So ein paar Übungen draußen zusammen um sich da so ein bißchen auszuprobieren und da durfte eben auch jeder eine eigene Idee mitbringen.
00:11:24: Ja, vor allem ist der Platz einfach auch da für die Ideen.
00:11:27: Also wir haben hier maximal dreißig Studis, die wir in so einem Trickel dann haben.
00:11:32: Ich sage immer das hat einen attraktiven Schulklassencharakter.
00:11:35: irgendwie Da hat wirklich jeder die Möglichkeit sich auszuprobieren und man kann mit induzieren und wahrscheinlich in den Kontakt treten.
00:11:42: noch einfach weil Ja, wenn man das in so einem riesengroßen Rahmen an einer Uni in dem überfüllten Hörsaumachter ... Ich hab's selber so erlebt.
00:11:51: Hab mich mal an eine Uni ausprobiert, bevor ich dann an der Hochschule studiert habe.
00:11:56: Ich hatte immer das Gefühl die Duzierenden sehen schnell zu, dass ihre Sachen zusammenklappen und die Biege machen.
00:12:01: Wenn du anfängst Fragen zu beantworten, findet es kein Ende.
00:12:05: Das kann hier wahrscheinlich in nem ganz anderen Rahmen stattfinden?
00:12:09: Es ist gemütlich und ein schöner Austausch.
00:12:13: sehr schnell bei uns eine angenehme Atmosphäre im Matrikel entstanden.
00:12:17: Und man ist sich so sehr nahe und man rutscht irgendwie nicht so leicht durch, man wird leichter aufgefangen weil man nicht nur in einem System ist sondern ein Teil einer kleinen Gruppe und es dann schon auffällt wenn man irgendwie nicht ...
00:12:32: Wenn du sagst, man würde aufgefahren also gibt's da auch Herausforderungen, das gehört ja auch irgendwie dazu Verrückt, wenn es irgendwie... Also Studium ist immer auch bedeutet irgendwie ein Aufwand.
00:12:45: Ich sage immer so, wenn ich gefragt werde was muss man für Voraussetzungen erfüllen neben dass man die Hochschulzugangsberechtigung und so weiter die Sachen auf dem Papier eben hat?
00:12:53: also ich finde immer man braucht einen gewissen Ehrgeiz einfach weil Es ist einfach ein Studium Man musste auch seine Prüfungsleistung erbringen oder so.
00:13:03: aber wenn du sagst man wird da leichter aufgefangen Was meinst du damit?
00:13:08: zum Beispiel Am Anfang bei der Praxisplatz-Suche gab es schon viel Unterstützung, weil ja viele Menschen auch hergezogen sind und sich hier gar nicht so auskannten was es soviel Möglichkeiten gibt.
00:13:21: Und da wurde uns auf jeden Fall direkt kommuniziert an wen wir uns wenden können wo wir der Unterstützung bekommen können und das hat alles nicht so sehr angsteinflößend gewirkt.
00:13:32: dadurch, weil man wusste es gibt halt Menschen die dann schon irgendwie eine Idee haben, wenn man selber gerade keine so richtig hat.
00:13:40: Naja auch wenn das eben, ich sag mal in Anfangsstrichen, so wenige Studierende sind?
00:13:44: Ich sage immer überschaubar aber halt positiv und gemeint.
00:13:47: Dann kann man glaube ich auch von den höheren Matriceln einfach irgendwie profitieren.
00:13:50: oder man kennt sich untereinander.
00:13:51: Du meintest erst grad schon an, dass die... Dass man mit Studierenden von anderen Studien ging, dann zusammen ist es auch da.
00:13:58: Das wächst ja einfach nur noch die Bubble sozusagen!
00:14:03: Ich würde gerne nochmal zum inhaltlichen und zum Thema Praxis zurückkommen, weil da sind wir erst ein bisschen ausgestiegen.
00:14:09: Vielleicht kannst du da noch mal anknüpfen?
00:14:11: Wir hatten jetzt gerade so die ersten Jahre aber wie geht es denn dann in die Tiefe?
00:14:17: Also richtig praktisch einsteigen die Studierenden letztlich im dritten Semester.
00:14:22: das ist das erste Blockpraktikum was die Studenten im drittem Semester haben.
00:14:29: Also dort gibt es am Anfang des Semesters einen relativ dichten theoretischen Input, der die Studierenden darauf vorbereitet.
00:14:37: Praxiseinrichtung dann tatsächlich eine Diagnostik durchzuführen.
00:14:40: Also mal genau zu schauen, wie sind denn eigentlich die Lebensumstände in denen ne Person da gerade ist?
00:14:45: Inwiefern prägen diese Lebensumstände auch die Personen so stark dass sie sich vielleicht eben nur so verhalten kann, wie sie sich verhält.
00:14:53: Also inwiefern machen denn die Strukturen quasi auch?
00:14:56: inwieferend geben die Struktur vor, wie die Person eigentlich sein kann.
00:15:00: also so eine Diagnostik steht im dritten Semester an.
00:15:03: Für die Studierenden geht es viel um Umfeldanalyse und dann schaut man sich auch ein bisschen Fokus an, guckt sich vielleicht an.
00:15:11: Wie ist denn die emotionale Entwicklung der Person?
00:15:12: Also man versucht quasi mal so richtig in vier Monaten
00:15:18: komplett
00:15:19: mit einer Person zu schauen wie geht's ihr denn dort wo sie ist und was sind vielleicht Ankerpunkte oder Stellschrauben, wo ich jetzt Ideen hätte.
00:15:31: Wenn man da so ausgedehnt die Zeit hat, weil wenn man kürzeres Praktikum hat ... dann fällt es doch total schwer, da irgendwie einzusteigen oder tatsächlich sich ein Bild zu machen.
00:15:41: Und da hat man wirklich ausgehenden Zeit.
00:15:43: das Schöne?
00:15:44: Ja, das hat sich auch jetzt gerade erst geändert.
00:15:47: Ihr habt das noch gar nicht so gehabt in der Art und Weise.
00:15:49: In diesem Matrickel war das Praktikum noch anders aufgeteilt.
00:15:52: Da hat man so wochenweise ist man quasi immer einen Tag, glaube ich pro Woche ... Man braucht
00:15:57: Weitage.
00:15:58: Montag und Freitag waren immer freigelegt für die Praxiszeit.
00:16:01: Dann konnte man sich das so
00:16:02: packen.
00:16:03: Und dann haben sich aber Studierende wegen Mitbestimmung studieren.
00:16:06: Haben sich gewünscht, dass dieses Praktikum dann doch lieber am Block durchgeführt werden soll und das ist tatsächlich im Reakreditierungsprozess umgesetzt worden.
00:16:15: Schöne
00:16:15: Entwicklungen!
00:16:17: Ja also das dritte Semester ist tatsächlich ganz stark dafür vorgesehen und danach kommen dann wieder zwei Semester in denen es eben stärker darum geht.
00:16:24: okay jetzt wissen wir wie können wir analysieren?
00:16:26: Wie geht's einer Person eigentlich dort an dem Ort wo sie ist.
00:16:30: Und dann schaut man sich an, was gibt es denn jetzt für Möglichkeiten zu handeln um quasi die Teilhabechancen für die Personen zu verbessern?
00:16:39: Also da gibt's ein Modul das nennt sich Intervention und da schaut man verschiedene Methoden an mit denen man ja die Person in ihrem Lebensumfeld quasi unterstützen kann.
00:16:50: Also nach diesem dritten Praktikumssemester kommen die Studierenden dann wieder für ein komplettes Semester an die Hochschule und haben Lehrveranstaltungen hier vor Ort.
00:16:58: Und in diesen Lehrveranstalten geht es dann eben gezielter darum zu schauen, was kann ich denn jetzt machen?
00:17:03: Also wenn ich jetzt weiß der Person geht das vor Ort so-und-so welche Handlungsmöglichkeiten habe ich denn Jetzt um die Personen dabei zu unterstützen, um vielleicht bessere Teilhabechancen zu haben?
00:17:14: also da geht's dann in diesem vierten Semester ganz viel um Interventionen und verschiedene Methoden und Ideen um Teilhabe-Möglichkeit für die Person zu verbessern.
00:17:23: Man wächst ja chronologisch mit, erst beobachte ich, stelle fest und dann gucke ich was mache ich?
00:17:29: Genau!
00:17:29: Dann sammle ich Wissen darüber, was kann ich eigentlich tun, um diese Situation vor Ort zu verbesseren.
00:17:35: Und das ist eben die Idee, die man dann im fünften Semester wiederum in der Praxis umsetzen kann weil dort geht es um dieses Interventionspraktikum wo Studierende tatsächlich mit Personen ja in Werkstätten, in Wohneinrichtungen.
00:17:51: Wo auch immer das Praxisfeld ist sehr groß tatsächlich auch meine Handeln tätig werden, Intervention machen und versuchen eine Teilhabe Verbesserung zu erzielen
00:18:04: vor Ort.
00:18:05: Ich weiß gar nicht an, habt ihr das schon gemacht?
00:18:07: Ihr seid jetzt gerade im Prozess euch für so ein Praktikum zu bewerben.
00:18:12: Ja quasi also manche sind dort auch schon sicher.
00:18:17: Es ist natürlich auch die Möglichkeit, dass man einfach im selben Betrieb bleibt.
00:18:20: Wenn das dann alles aufeinander aufbaut und es ist bei mir so der Fall.
00:18:25: Ich werde wieder in dieselbe Wohneinrichtung gehen.
00:18:27: Das ist eine WG für Menschen mit Behinderungen.
00:18:31: Und da habe ich auch Lust, die Intervention durchzuführen.
00:18:33: Ach cool ja!
00:18:35: Schön, wenn wir da so direkt was gefunden haben.
00:18:37: Wir hatten erst gerade schon gehabt, dass quasi die Möglichkeit hat ... wenn man den Antrieb hat, sich da selber so mit Inhalten zu beschäftigen.
00:18:47: Wie ist das?
00:18:48: Wenn man jetzt sagt, man möchte sich spezialisieren beispielsweise auf ein bestimmtes Krankheitsbild oder was passiert das dann darüber?
00:18:54: Oder wie ist es denn vom Curriculum vorgegeben?
00:18:58: Ist es da schon... Also ist es so gemacht dass ich da quasi mich auf etwas Konkretes spezialisiere also beispielsweise auf die Wohnheimarbeit.
00:19:12: Es ist nicht vorgegeben, aber ich glaube es passiert automatisch bei ganz vielen.
00:19:17: Dass sie
00:19:18: so viel sich in Weg finden?
00:19:19: Ja
00:19:19: genau, dass die schon merken okay dieser Bereich ist was für mich in der Förderschule oder das ist halt irgendwie gar nicht.
00:19:25: Ich glaube das passiert automatische Aber es ist nicht vorgegeben.
00:19:27: wir sind da schon sehr frei In der Entscheidung auch des Praxiswahl der Praxispartner.
00:19:33: Ja,
00:19:33: ist doch schön dass man da... Du hast gerade gesagt du bist beim gleichen Praxis-Partner sozusagen geblieben aber das man mehrere Praktika hat und da quasi sich ja auch ausprobieren kann könnte man sagen weil selbst wenn man jetzt dann im fünften Semester eben woanders nochmal hingeht?
00:19:46: Man hat ja das dritte Semester schon im Hinterkopf und all das was man da gemacht hat wie wir gesagt haben betrachtet das mit einem ganz anderen Auge mit einem anderen Wissen so zu sagen.
00:19:57: Also ich glaube, was nicht funktionieren würde wäre so eine Spezialisierung auf irgendein besonderes Behinderungsbild.
00:20:03: Ich glaube wenn dann gibt es eher eine Spezialisierung für irgendwie so ein Lebensbereich.
00:20:06: Bin ich eher in der Frühförderung tätig?
00:20:09: Bin ich im schulischen Kontext tätig oder halt dann im erwachsenen Alter oder auch im hohlen Alter.
00:20:15: also ich glaub so unterscheiden sich ja letztlich auch häufig die Zuständigkeiten dieser einzelnen Praxiseinrichtungen.
00:20:21: Ja, und wenn wir aber schon mal dann auf die Perspektive nachgucken.
00:20:24: Wäre das was?
00:20:25: Diese Spezialisierung, was man dann sozusagen im Master vielleicht noch machen könnte oder wie ... Wenn ich jetzt sage, ich will gerne genau das und dass und das machen.
00:20:34: also Wie komme ich denn dahin, wenn ich zum Beispiel ein bestimmtes Krankheitsbild habe?
00:20:37: Wie gehe ich denn weiter?
00:20:38: Ich studiere Heilpädagogik bei uns Und dann mache ich noch einen Master hinten dran in eine konkrete Richtung.
00:20:45: Der
00:20:45: Master geht ja nicht in Heilpädagogik
00:20:48: Wir haben gar keinen.
00:20:49: Also nicht hier bei uns, aber es gibt ja in dem Bereich...
00:20:53: Doch das gibt's dann schon an anderen Stellenorten.
00:20:56: Aber ich würde sagen, dass vielleicht das Spannende und auch Wichtige, dass es tatsächlich in einer Heilpädagoge gar nicht darum geht sich Krankheitsbilder anzugucken oder sich auf irgendeines davon zu spezialisieren Das ist eine ganz spannende Diskussion weil das immer wieder Und das finde ich tatsächlich auch so aus studentischer Perspektive, ganz spannend.
00:21:14: Das ist vor allen Dingen am Anfang Mitte des Studiums wünschen sich die Studierenden immer mal mehr... Ich möchte gerne mehr wissen zu dem und den Symptomen der Studiengangs aber gar nicht so aufgebaut.
00:21:24: also es geht gar nicht darum möglichst viel über Symptome zu lernen weil es gibt ja verschiedene Annahmen von Behinderungen Ja, verschiedene Ausbilder.
00:21:36: Wir als Lehrende würden sagen, das bringt einem gar nicht so viel.
00:21:43: Man muss auch quasi die Individuen sich anschauen.
00:21:46: Wer ist
00:21:47: denn die, was braucht
00:21:49: welche
00:21:49: Personen?
00:21:51: Manchmal kann es eher schwierig sein, dass wenn man sich zu viel schon vor Weggenahmen hat über Menschen mit Down-Syndrom müssen jetzt so und so sein, das ich die Person dann nur noch so lese.
00:22:01: Das ist eher eine Gefahr.
00:22:03: Deshalb geht es bei einer Spezialisierung um diese verschiedenen Symptome im Studiengang tatsächlich weniger.
00:22:08: Wir gehen das irgendwie mal durch ... Aber eben auch eher vor so einer kritischen Perspektive, sich zu gucken.
00:22:15: Was macht denn das mit mir?
00:22:16: Wenn ich jetzt lese ... Menschen mit Down-Syndrom können schlecht sprechen lernen oder können schlecht lesen lernen, dann hab ich vielleicht nicht mehr die Annahme, dass die Person in dem Zeitraum lesen lernt.
00:22:29: Nee, das stimmt.
00:22:29: Das
00:22:30: macht dann ...
00:22:32: Also man kann's nicht sehen, wenn man einen Podcast hört.
00:22:34: Da war Anna nickt auf die ganze Zeit!
00:22:36: Weil ich den direkten Vergleich zur Ausbildung habe und es da schon ... Natürlich hat man als Ergotherapeutin auch immer gesagt, man handelt ressourcenorientiert.
00:22:47: Aber es ist schon der Blick immer sehr doll auf die Defizite.
00:22:50: und was kann verbessert werden an diesen Menschen damit er besser funktionieren kann?
00:22:56: Und das ist ja so nicht mehr der Sinn bei dem was wir jetzt hier lernen und tun.
00:23:01: Es geht eher darum die Umwelt zu anzupassen dass alle Menschen sich gut darin bewegen können.
00:23:06: Ja und das ist schon auf jeden Fall ein großer Unterschied
00:23:10: Das ist ein schönes Mindset.
00:23:15: Wenn ich im fünften Semester aus dem Praktikum komme, komme ich noch mal an die Hochschule für einen Theorie-Semester?
00:23:21: Wie geht es weiter?
00:23:23: Dann kommt das Semester ... Ich finde, dass Studium vielleicht doch so ein bisschen rund macht.
00:23:28: Dann geht's um Assistenzfragen.
00:23:30: oder gibt es eine Module zu Assistenzelebensbegleitung und Förderung, wo man sich auch nochmal verschiedene Situationen, verschiedene Lebensbereiche anschaut.
00:23:37: Also meinetwegen sind vielleicht die Studien bis jetzt immer im Bereich der Frühförderung gewesen.
00:23:42: Und dann lernen sie aber in diesem Modul tatsächlich auch noch mal kennen, okay was sind denn Unterstützungssysteme für das Erwachsenenalter beispielsweise?
00:23:48: Also so dass man dort tatsächlich auch nochmal eine große Bandbreite bekommt von Assistenzmöglichkeiten über die komplette Lebensspanne hinweg.
00:23:57: und es gibt zum Abschluss noch ein Seminar das nennt sich pädagogische Wurzeln der Inklusion.
00:24:03: ich habe tatsächlich bin ich hierher gekommen das war das erste Modul was ich gegeben habe, da hab' ich tatsächlich auch alle Lehrveranstaltungen gemacht.
00:24:10: Und ich hab mich immer gefragt warum liegt dieses Modul am Ende des Semesters?
00:24:15: Wenn es um pädagogische Gewürzeln der Inklusion geht dachte ich mir eigentlich nett wenn man zu Beginn des Studiums seid.
00:24:21: mittlerweile ist das für mich gar nicht mehr so ganz unschlüssig weil tatsächlich dort nochmal ein bisschen der Rahmen gespannt wird auch zu verschiedenen Theorien die man vielleicht mit denen man jetzt noch mal auf die Praxiserfahrung blicken kann.
00:24:33: also wo Wo kommen theoretische Aspekte, die wir bisher noch gar nicht behandelt haben?
00:24:39: Aber wo haben wir sie in unserer Praxis wahrgenommen.
00:24:41: Dann kann man viel besser Theory und Praxis so verknüpfen.
00:24:44: So ist zumindest die Idee.
00:24:47: Und ich glaube es geht auch ganz gut auf,
00:24:48: hoffe ich.
00:24:49: Ich frage Anna mal, wenn's
00:24:52: dann soweit
00:24:53: ist ... Nee, nee, ich frag Sie mal!
00:24:56: Ist, glaub' ich, eine ganz schöne Vorbereitung auf das siebte Semester, wo dann die Bachelorarbeit ... noch bevorsteht, also dass du sagst Theorie Praxis miteinander verknüpfen.
00:25:07: Wie läuft das?
00:25:08: So eine Bachelorarbeit ist ja schon immer so ein Meilenstein.
00:25:12: einfach im Studium ist irgendwie auch das woran man
00:25:15: aufregend und herauswollende Sache oder
00:25:17: eben
00:25:18: viel mehr herausfordernd aufregende Sache für viele Studierende, glaube ich.
00:25:22: Also der Studiengang war mal sechs Semester, da hat man quasi gleich noch im sechsten Semester auch mit dieser Bachelorarbeit geschrieben.
00:25:28: Das hat man dann so ein bisschen entzerrt damit man da auch wirklich ausreichend Zeit hat sich mit einem Thema zu beschäftigen und tatsächlich läuft das ziemlich gut und eng begleitet.
00:25:38: also man hat erst einmal noch parallelen Seminar wo es um Wissenschaft und Ethik geht.
00:25:44: Besonders für Heilpädagogik und Inklusion Studies spielt auch forschungsethik eine Rolle.
00:25:48: Also wie generieren wir eigentlich unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse?
00:25:52: Wer kommt da zu Wort, werden Menschen mit Beeinträchtigung selbst irgendwie befragt oder nur über die geforscht.
00:25:58: also darum geht es da auch ganz viel dass man sich damit auch kritisch auseinandersetzt.
00:26:02: welche Rolle haben wir hier als Wissenschaftlerinnen?
00:26:06: wo sind eigentlich die um dies geht?
00:26:08: Und dann hat man noch ein Seminar was einen relativ engmaschig begleitet erst mal so eine Vorarbeit für so eine Bachelor-Arbeit zu machen, also dass man gemeinsam überlegt was kann denn eine gute Fragestellung sein?
00:26:20: Dass sich
00:26:21: auch selber noch etwas raussieht.
00:26:23: Also das zum einen ist man vielleicht gut ins Schreiben und ins... Arbeiten, Dinge herausfinden für sich beleuchten.
00:26:30: Für sich mitnehmen vor allem reinkommen.
00:26:33: Genau also dass man auch zusammen mit den Studierenden versucht herauszufinden was sind eigentlich die Dinge, die dich interessieren?
00:26:37: Das kann ich auch
00:26:40: prägend sein in dem Bereich, was man da sich als Thema nimmt und wie es dann vielleicht weitergeht.
00:26:46: Was man als schon gelernt hat und da einfließen lassen kann, also schöner Gedanke.
00:26:52: Oft sind es ja tatsächlich auch so Fragen die in der Praxis auftauchen wo die Studierenden dann sagen ich möchte das eigentlich irgendwie mir jetzt noch mal theoretisch angucken um dann vielleicht auch irgendwas daraus mitzunehmen für meine Praxis weil ich vielleicht in einer Praxis an eine Frage gekommen bin die ich mir nicht wo ich nicht weitergekommen bin.
00:27:07: Ich denke wir haben in unserem Gespräch jetzt gerade schon ganz viel beleuchtet wie breit dieser Einsatzbereich ist.
00:27:12: Also auch Anna dass was du hast grad nochmal so schön gesagt hat dass es nie darum geht eine Person zu verändern oder zu gucken, was muss die Person machen?
00:27:21: Um mit den Herausforderungen, mit denen sie durchs Leben geht irgendwie zurechtzukommen sich einzufinden und aufgenommen zu werden vielleicht.
00:27:30: Oder Teil dessen zu sein.
00:27:31: Sondern was kann man ringsrum machen?
00:27:33: das passiert glaube ich an allen Ecken und Enden und wird gefühlt auch immer mehr.
00:27:38: also die Herausforderung mit denen man durchs leben geht die sehen können ganz ganz verschiedener Natur sein.
00:27:44: deswegen würde ich ganz gerne nochmal kurz auf die Hochschule an sich als Studienstandort und wie sie hier in Görlitz lebt, studiert zu sprechen kommen.
00:27:52: Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe ... Lieber Anne?
00:27:55: Dann kommst du ja wahrscheinlich auch aus der Leipziger-Region und bist dann hierhergekommen.
00:27:59: Deswegen kannst du wahrscheinlich gleich auch noch mal was dazu sagen.
00:28:01: aber Anna, bist du auch eine von denjenigen, die fürs Studium hergekommen ist oder bist du von hier?
00:28:06: Ja, ich bin
00:28:07: hier hergezogen.
00:28:08: Ich hab vorher in Dresden gewohnt wegen meiner Ausbildung und komme eigentlich aus dem Spreewald Und ich finde, für mich ist das so hier das perfekte Mittelmaß.
00:28:17: Also zwischen dieser großen Stadt Dresden und meiner kleinen Heimatstadt aus der ich komme... Die
00:28:23: Extreme?
00:28:24: Ja es ist so das perfektem Mittelmaus.
00:28:27: Man hat wirklich gute Möglichkeiten Anschluss zu finden.
00:28:30: Es gibt viele Möglichkeiten hier Sachen zu machen auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so scheint Aber wenn man da ein bisschen sich reinfuchst dann findet man auf jeden Fall Sachen.
00:28:41: Es ist gemütlich und schön hier, man hat viel Raum sich wirklich auf dieses Studium einzulassen.
00:28:48: Und kann diese Stadt glaube ich gut für sich nutzen?
00:28:51: Ja wir hatten das ja erst gerade schon als wir noch nicht aufgenommen haben.
00:28:55: quasi Anna und ich haben uns auch heute erst kennengelernt.
00:28:58: Wir haben von dieser Bubble gesprochen in der man sich direkt einfühlt, wenn man hier bei uns auf dem Campus steht.
00:29:03: Man kann sich das so vorstellen, dass wir einen riesengroßen Baum in der Mitte haben und ringsrum sind quasi unsere Lehrgebäude verteilt.
00:29:10: Und man hat direkt das Gefühl von Campus, von Miteinander mit einem schönen Miteinandern irgendwie so, ich sag auch mal optimale Studienbedingungen weil du kannst dich hier voll gut auf dein Studium konzentrieren und es ist ja gerade schon ganz viel gesagt worden was zu diesen optimalen Bedingungen mit, was damit einfließt.
00:29:29: Aber du hast halt ringsherum einfach ganz viel ne?
00:29:31: Das war es jetzt am Wochenende erst wieder auf einem ganz kleinen tollen niedlichen Festival.
00:29:36: und ich glaube wenn man dann diese in dieser Bubble ist und so für sich seine Personenkreis sich erschlossen hat und da immer wieder jemand fertig ist mit dem Studium und geht, dann kommen wieder neue Leute dazu, dann lernt man von anderen Studiengängen jemand kennen Dann ähm kriegt man irgendwie immer mit was so läuft.
00:29:53: das passiert nicht.
00:29:54: wie also?
00:29:55: Ich habe auch mal in Dresden gelebt.
00:29:56: Ich hatte das Gefühl, jeder Ecke ist irgendwas.
00:29:59: So wie es kann ihr was seuchten ... Das macht
00:30:00: ja zu viel
00:30:01: und überfordert.
00:30:02: Manchmal so schnell lebe ich einfach und ja, so überfrachtend irgendwie ne?
00:30:06: Und hier hast du halt... Gut wir haben auch Wochenenden, wo zwei oder drei Sachen parallel stattfinden und denkst hera... Was mach ich jetzt?
00:30:14: Musste dich irgendwie entscheiden.
00:30:15: aber trotzdem ist es immer sowas los wenn du das möchtest, aber du kannst dir auch genug Zeit für dich selber nehmen.
00:30:22: Wem findest du das, wenn du eigentlich Leipzig gewohnt bist?
00:30:26: Ja, ich wohne ja auch noch in der Nähe von Leipzig.
00:30:29: Ich bin ja quasi dort an der Hochschule.
00:30:32: Also, ich erlebe Görlitz tatsächlich als ein sehr idyllischen Ort ... Für mich ist es ganz spannend.
00:30:38: Ich komme hierher und arbeite eigentlich ziemlich viel in der Zeit, in der ich hier bin.
00:30:42: Und trotzdem hat's für mich irgendwie was Entspannendes.
00:30:46: Schon wenn man hier aus dem Fenster guckt?
00:30:47: Genau!
00:30:47: Wir sind so viel grün.
00:30:51: Der Ort strahlt schon sehr viel.
00:30:56: Ja, das Punkt.
00:30:59: Und ich finde tatsächlich was mich wirklich auch sehr bereichert oder was sich wirklich wertvoll findet, hatte ich ja vorhin schon mal angesprochen, dass es so klein ist und dass deshalb eben auch man schnell mit anderen Professionen in Kontakt kommt also mit Leuten aus der Kommunikationspsychologie, mit Leuten von der sozialen Arbeit, dass man sich einfach austauschen kann.
00:31:20: Das schätze ich wirklich sehr dass das im Studium auch so angelegt ist, dass man davon profitieren kann.
00:31:28: Anna, wenn jetzt jemand gerade im Prozess der Studienorientierung ist und vor der Wahl steht was mache ich?
00:31:36: Hast du irgendwie ein Tipp, was würdest du der Person mitgeben?
00:31:42: Mir hat es sehr geholfen in verschiedenen Phasen meines Lebens mir Zeit zu lassen mich zu orientieren Also mich nicht direkt zu überfordern und irgendwas reinzustürzen, sondern vielleicht auch erst mal noch eine Überbrückungszeit zu nutzen in der man irgendwie einen Praktikum macht oder sich verschiedene Einrichtungen anschaut.
00:32:03: Weil ich glaube die Last sehr groß ist an etwas reinzustarten wo man schon von Anfang an merkt Irmy ist das nicht so richtig?
00:32:10: Und ich bin mir gar nicht so sicher
00:32:13: wenn das dann so merkt da wieder irgendwie Und es wird
00:32:16: uns immer so kommuniziert, dass wir so schnell sein müssen und dass wir alles über uns wissen müssen.
00:32:20: Und genau wissen müssen wo wir hin wollen.
00:32:23: aber Wir sind zu jung und wir müssen das nicht alles sofort wissen und ist total okay sich da Zeit zu nehmen und vielleicht noch ein halbes Jahr länger zu überlegen.
00:32:33: Genau und Das eigentlich ganz Ist eine ganz gute Brücke.
00:32:37: zudem was ich jetzt gerne noch los werden möchte nämlich dass man jederzeit die Möglichkeit hat, gerne auch bei uns mal reinzuschnuppern.
00:32:45: Mal zu unseren Infotagen online oder in Präsenz mit vorbeizukommen.
00:32:51: und wenn jetzt noch Fragen offen sein sollten dann habt ihr hier zu jeder Zeit die Möglichkeit uns zu kontaktieren Frau Dr.
00:32:57: Goldbach Anne als Fachstudienberatende Wenn es um inhaltliche Fragen geht Oder aber natürlich auch unsere zentrale Studienberatung Vor allem bei organisatorischen Fragen zur Bewerbung Zulassung Und allem was es eben vor so einem Studium zu klären gibt.
00:33:11: Wir haben auch eine WhatsApp-Nummer.
00:33:12: Da landet ihr dann meistens bei mir, über die ihr uns erreichen könnt und auf unserer Webseite studier minushier.de findet ihr immer die kommenden Termine an denen ihr die HSZG kennenlernen könnt und eure Fragen loswerden könnt.
00:33:26: Ich möchte euch ganz herzlich danken dass ihr euch die Zeit genommen habt mit mir heute über den Studiengang Heilpädagogic Inclusion Studies zu sprechen.
00:33:35: Und ja ich habe auch das Gefühl ich gehe da raus Guck jetzt schon wieder mit anderen Augen meine Umgebung an.
00:33:48: Danke!
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